Neurologie


Forschungsprojekt: Transkranielle Gleichstromstimulation

Sprachsystematische Störungen (Aphasien) sind häufige Symptome eines Schlaganfalls. Ihr Verlauf ist variabel und nicht selten ist eine intensive und langwierige Rehabilitation notwendig, um gesellschaftliche und berufliche Teilhabe wieder zu ermöglichen.

 

In der Brandenburg Klinik wird zurzeit der Einsatz von transkranieller Gleichstromstimulation auf die Lernleistung von Aphasie-Patienten untersucht. Hierzu wird ein sehr niedriger Strom (Energiequelle ist eine handelsübliche 9 Volt Blockbatterie) über großflächige Elektroden auf der Kopfhaut über der geschädigten Hirnhälfte appliziert.

 

Zusammen mit der Universität Potsdam (Patholinguistik) wird die Sicherheit dieser Methode und auch die Effizienz untersucht.

 

Teilnehmen können Menschen, die nach einem ersten Schlaganfall eine Aphasie erlitten haben und in der Brandenburg Klinik zur Rehabilitation oder im Benjamin Franklin Krankenhaus zur Akutversorgung aufgenommen werden. 

 

 

 

Forschungsprojekt: Musikunterstützte Therapie

 

Lähmungen eines Armes oder einer Hand sind häufige Folgen von Schlaganfällen. In der Brandenburg Klinik erhalten Betroffene eine intensive, hochfrequente Therapie auf der Basis der Kernelemente des motorischen Lernens.

 

In Kooperation mit der Universität Magdeburg untersuchen wir in einem Programm, ob der zusätzliche Einsatz von Musik unterstützter Therapie das vorhandene Rehabilitationspotential des Betroffenen noch besser ausschöpfen kann. Hierzu erhalten die Patienten eine Bewegungstherapie, die gleichzeitig mit der Ausführung von Bewegung eine Darbietung von Tönen ermöglicht.

 

Erste Ergebnisse haben gezeigt, dass diese Therapieform einer reinen ergotherapeutischen Behandlung überlegen ist. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen bestätigt werden und die Kenntnisse über Abläufe in den betroffenen Gehirnen, die diese Funktionserholung ermöglichen, erweitert werden.

 

Eingeschlossen werden in diese Untersuchung Rehabilitanden der Brandenburg Klinik, die einen ersten Schlaganfall mit einer Lähmung von Arm und/oder Hand erlitten haben.

 

 

 

Forschungsprojekt: Wechselstromstimulation des Gehirns

Behandlung der Aphasie durch eine nicht- invasive repetitive, paraorbitale Wechselstromstimulation des Gehirns:

 

Einen sehr ähnlichen Ansatz wie das vorherige Projekt verfolgt auch diese Untersuchung. Es wird zur Stimulation der Lernfähigkeit des Gehirns jedoch nicht Gleichstrom sondern Wechselstrom eingesetzt.

 

Die möglichen Patienten sollten zudem chronisch sein, d.h. schon mehr als 6 Monate unter den Folgen des Schlaganfalls auf das Sprachzentrum leiden.

 

 

 

 

 

Forschungsprojekt: Alltagskompetenz und subjektive Gesundheit

Selbstverständlich spielt für unser Verständnis von Rehabilitation die optimale Vorbereitung der Nachsorge eine große Rolle.

 

Wir besprechen mit dem Patienten und seinen Angehörigen viele denkbare Eventualitäten im Detail und versuchen sie darauf vorzubereiten. Doch wie zielgenau und realistisch sind unsere Empfehlungen?

 

Um diese Fragestellung zu untersuchen, haben wir in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Soziologie der Charité Berlin Patienten während der Rehabilitation befragt. Drei und sechs Monate nach der Rehabilitation wird diese Befragung wiederholt.

 

 

 

 

Forschungsprojekt: Untersuchung von Stoffwechselparametern

Untersuchung von metabolischem Profil bei Patienten mit ischämischen und hämorrhagischen Schlaganfall während und nach der Rehabilitation:

 

In Zusammenarbeit mit dem institut für Kachexieforschung der Charité und dem Centrum für Schlaganfallbehandlung der Charité untersuchen wir verschiedene Stoffwechselparameter zu Beginn und nach Abschluss der Rehabilitation. Wir setzen diese Werte in Beziehung zum Rehabilitationsergebnis.

 

Wir erwarten, so Aufschlüsse über einen möglichen ursächlichen Zusammenhang zu erlangen, um in einem zweiten Schritt, vielleicht auch durch Veränderung bestimmter Stoffwechselparameter das Rehabilitationsergebnis positiv beeinflussen zu können.

 

 

 

 

 

Forschungsprojekt: arbeitsplatzbezogene Ängste und Arbeitsplatzphobie

Evaluation einer Gruppentherapie für arbeitsplatzbezogene Ängste und Arbeitsplatzphobie:

 

Gefördert durch die Deutsche Rentenversicherung Bund und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Potsdam untersuchen wir, welche Ängste Patienten vor der Rückkehr an den Arbeitsplatz haben.

 

In einem spezifisch hierfür entwickelten Trainingsverfahren soll der Abbau dieser Ängste erlernt werden und eine bessere Rückkehr in das Berufsleben ermöglicht werden.

 

 

 

Forschungsprojekt: StrokeBack

Telemedicine System empowering stroke patients to fight back (StrockeBack):

 

Der englische Arbeitstitel deutet bereits an, hier arbeitet die Brandenburg Klinik als Bestandteil einer internationalen Forschungsgruppe mit Partnern aus Großbritannien, Griechenland, Ungarn und natürlich Deutschland zusammen.

 

Ziel dieses von der EU geförderten Projektes ist die Entwicklung einer Telerehabilitation.

 

Patienten sollen auch von zu Hause unter Zuschaltung eines Therapeuten (per Videokonferenz) weiter üben können. Dies ist natürlich besonders für Patienten wichtig, die zum Beispiel aus Gründen einer schlechten Mobilität oder eines infrastrukturell wenig erschlossenen Umfeldes sonst keine Therapie erhalten könnten.

 

 

 

 

Forschungsprojekt: videostroke

Video based training for the rehabilitation of upper limb functions after Stroke: a new treatment exploiting the mirror neuro system (videostroke):

 

Auch dieses Projekt führt die Brandenburg Klinik in Kooperation mit großen Universitätskliniken durch; es wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.

 

Die Rehabilitanden sollen nach Abschluss der Rehabilitation zu Hause durch Beobachtung das Lernen der motorischen Fähigkeiten (zum Beispiel das Führen eines Glasses zum Mund) weiter festigen und ausbauen.