Therapiespektrum Ergotherapie


Neu aufgenommene Patienten nehmen in der Regel an einer orientierenden Ergotherapiegruppe teil. In dieser Gruppenarbeit vermittelt sich ein Eindruck von der Handlungskompetenz im Alltag, von Arbeitsfähigkeiten und dem Verhalten in einer ergotherapeutisch arbeitenden Gruppe. Weiterhin trägt die Auswertung des Selbstratings arbeitsbezogener Verhaltens- und Erlebnisweisen (AVEM) dazu bei, die Einstellung des Patienten zu seiner beruflichen Situation zu analysieren. Die Auswertung des AVEM dient somit als Voraussetzung um weiterführende therapeutische Maßnahmen patientennah zu konfigurieren.

 

Auf der Basis der Verhaltensbeobachtung in der orientierenden Ergotherapiegruppe und der Auswertung des AVEM wird in Absprache zwischen Bezugs-, Ergotherapeuten und Patienten ggf. die Fortsetzung der Ergotherapie vereinbart. Die Fortsetzung der Ergotherapie während der stationären Rehabilitation kann in Form der Teilnahme an einer produktorientierten oder projektorientierten Ergotherapiegruppe oder auch als Belastungserprobung im Einzelsetting realisiert werden.

 

Bestandteile der kontinuierlichen Ergotherapiegruppen sind sowohl Einzelarbeiten in der Gruppe als auch Gruppenarbeiten. Typische Zielbereiche sind Aktivierung, Interessenfindung, Stärkung des Selbstbewusstseins, Verbesserung der Aufmerksamkeitsleistungen und der Handlungsplanung, Ablenkung vom Krankheitsgeschehen sowie der Erwerb von Computerkenntnissen. Eine besondere Bedeutsamkeit kommt der Arbeitsplatzergonomie und die Förderung physiologisch günstiger Bewegungsabläufe zu.