In erster Linie handelt es sich hierbei um die Posttraumatische Belastungsstörung, jedoch können auch viele andere psychische Erkrankungen wie Anpassungsstörungen, Depressionen, oder Angst- und Persönlichkeitsstörungen in Reaktion auf traumatische Erlebnisse entstehen. Die Behandlung der Patienten mit psychischen Erkrankungen in Folge von traumatischen Erlebnissen erfolgt auf der Basis des integrativ-psychodynamisch orientierten Gesamtkonzeptes der Abteilung.

 

Generelle Therapieziele bei Patienten mit komplexen posttraumatischen Störungen sind die Reorientierung im sicheren Hier und Jetzt und der Abbau von Symptomen wie Intrusionen, Hyperarousal, Dissoziationen und Vermeidung, welche an das traumatische Damals gebunden sind. Dabei erhält die Aktivierung intra- und interpersoneller Ressourcen große Bedeutung.

 

Die Behandlung von Patienten mit posttraumatischen Erkrankungen gliedert sich in eine Stabilisierungs-, Synthese- bzw. Konfrontationsphase und die Reintegration. Der Schwerpunkt der Behandlung liegt dabei auf beziehungsorientierten und stabilisierenden Einwirkungen.


Die Behandlung  erfolgt multimodal mit Einzelpsychotherapie, psychodynamisch-interaktioneller Gruppenpsychotherapie, traumaspezifischer Gruppenpsychotherapie, imaginativer Gruppenpsychotherapie, einem Wahrnehmungstraining sowie Ergotherapie. Um Symptomabbau, Affektsteuerung und Ressourcenaktivierung der Patienten zu unterstützen werden bei Bedarf zusätzlich Gestaltungstherapie, progressive Muskelrelaxation, soziales Kompetenztraining sowie Bewegungstherapieformen angewendet. Paar- und Familiengespräche können zur Stärkung der psychosozialen Unterstützung  das Therapieangebot ergänzen.