Bei Patienten mit einer Schmerzstörung beeinflussen psychische Faktoren Intensität, Häufigkeit und Erleben sowie den Umgang mit Schmerzempfindungen in erheblicher Weise. Die psychischen Faktoren haben einen wesentlichen Anteil an der Chronifizierung von Schmerzsyndromen und dem damit verbundenen ungünstigen Umgang mit somatischen Krankheitsfolgen. Psychosomatische Schmerzstörungen überlagern häufig vorausgegangene somatische Erkrankungen und Degenerationsprozesse im Bereich des Stütz- und Bewegungssystems.

 

Patienten mit Schmerzstörungen werden multimodal mit Einzelpsychotherapie, schmerzspezifischer Gruppenpsychotherapie sowie mit den Entspannungsverfahren Progressive Muskelrelaxation und Hyperthermie behandelt. Im Bereich der Körperpsychotherapie werden die konzentrative Bewegungstherapie sowie ein Wahrnehmungstraining in Form von Bewegungserfahrung eingesetzt. Im Hinblick auf sporttherapeutische Therapieformen werden indikationsspezifisch Sequenztraining, Ergometertraining, Terraintraining und Rückenschule eingesetzt. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die aktiven krankengymnastischen Behandlungsmaßnahmen sowie eine einzelfallbezogene physikalische Therapie.